Archiv für Januar 2018

Eindrucksvoller Protest von über 200 Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf dem Würzburger Marktplatz

Für Dienstag, den 23. Januar 2018 hat die Bundesregierung, laut übereinstimmenden Medienberichten, die nächste Sammelabschiebung von Düsseldorf nach Kabul/ Afghanistan geplant. Aus Protest gegen Diese hat die Initiative Bleiberecht am Sonntag, den 21. Januar um 15:30 Uhr am UnterenMarktplatz in Würzburg eine eindrucksvolle Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan veranstaltet. Die über 200 Demonstrationsteilnehmer_innen verurteilten die geplante Abschiebung als völkerrechtswidrig und menschenverachtend und forderten den sofortigen Stopp der geplanten Abschiebung nach Afghanistan, sowie aller weiteren Abschiebungen.

Nach zwölf Jahren ohne größere Abschiebeflüge begann die Bundesregierung Ende 2016 erneut Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Seitdem hat Deutschland bei insgesamt acht Sammelabschiebungen 156 Menschen – gegen deren Willen und trotz eskalierender Kämpfe im Land – nach Afghanistan deportiert.

Abschiebungen nach Afghanistan bedeuten Gefahren für Leib und Leben der betroffenen Menschen, denn in Afghanistan gibt es keine sicheren Gebiete. Dies bezeugen zahlreiche Berichte von Menschenrechtsorganisationen und der UN, welche von der unsichersten Lage des Landes seit 2001 sprechen. Deutschland rechtfertigt diese Abschiebungen mit dem Argument, dass es in Afghanistan sichere Regionen gäbe, in denen Geflüchteten leben könnten. Dieser falschen Annahme widersprechen aber über 5.243 zivile Opfer, davon 1.662 Tote und 3.581 Verletze alleine in dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2017 in allen Teilen des Landes. (mehr…)

not safe. Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Für den 23. Januar hat die Bundesregierung die 9. Sammelabschiebung von
Düsseldorf nach Kabul/ Afghanistan geplant.

Am So. 21. Januar findet deshalb um 15:30 Uhr am Unteren Marktplatz in
Würzburg eine Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan statt.

WIR FORDERN, DASS DIE FÜR DEN 23.JANUAR GEPLANTE ABSCHIEBUNG NACH AFGHANISTAN, SOWIE ALLE WEITEREN ABSCHIEBUNGEN SOFORT GESTOPPT WERDEN!

Hier der Link zur Facebook Veranstaltung zum teilen: Facebook Veranstaltung

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Antirassismus-Training mit Phönix e.V.

Wir organisieren vom 19.01. bis 21.01.2018 ein Antirassismus-Training mit Phönix e.V. in Würzburg und es gibt noch freie Plätze!

http://www.phoenix-ev.org/
Copyright: Phönix e.V.

Was ist ein Phönix-Training?
In dem Training lernen die Teilnehmenden die Mechanismen von Rassismus auf persönlicher und struktureller Ebene kennen und entdecken Wege damit umzugehen. Es geht darum andere Perspektiven anzuerkennen und Grundannahmen unserer Gesellschaft kritisch zu hinterfragen. Dadurch soll ein wacher Blick auf rassistische Strukturen und ihre Auswirkungen entstehen. Mehr Infos zum Inhalt des Trainings findet ihr unter: www.phoenix-ev.org.

Wer kann mitmachen?
Alle Interessierten, die sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen wollen, bereit sind aktiv an dem Training mitzuwirken und die gesamte Zeit am Training teilnehmen können.
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Oury Jalloh – von Polizisten ermordet, vom Staat vertuscht


Informationsabend mit der Initiative im Gedenken an Oury Jalloh

Mittwoch 24.1.2018; 20 Uhr; KHG Würzburg (Hofstallstraße 4)

Am 7. Januar 2005 wurde Oury Jalloh, ein Geflüchteter aus Sierra Leone, in Dessau von der Polizei festgenommen. Noch in der selben Nacht verbrannte er in einer der Arrestzellen in der Polizeiwache. Der 37-jährige war an Händen und Füßen gefesselt und lag auf einer feuerfesten Matratze.
Trotzdem gingen die Ermittlungsbehörden von Beginn an davon aus, er habe sich selbst angezündet. Jahrelange Verfahren gegen Polizeikräfte wurden fehlerhaft geführt, eine Mischung aus Vertuschungen und Nachlässigkeiten sorgte dafür, das nur ein Polizist wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

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